Neuer Beitrag zu Amtsinhaber/innen-Effekten in der Zeitschrift für Parlamentsfragen

In einem neuen Beitrag in der Zeitschrift für Parlamentsfragen befassen sich Hendrik Träger, Jan Pollex und ich mit Amtsinhaber/innen-Effekten in Landtagswahlkreisen bei den vergangenen Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Wenn Amtsinhaber/innen nochmals im Wahlkreis antraten, war die Wahrscheinlichkeit für sie und ihre Parteien deutlich höher, das Direktmandat wieder zu erringen.


Abstract: Die ostdeutschen Landtagswahlen 2019 führten nicht nur zu deutlichen Verschiebungen bei den Zweitstimmen, sondern auch zu erheblichen Veränderungen bei den Direktmandaten. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag alle Landtagswahlkreise in Brandenburg, Sachsen und Thüringen seit 1990 und kommt zu interessanten Befunden: Das Gros der Wahlkreise kann mittlerweile nicht mehr als „sicher“ gelten; entsprechende Konzepte verlieren also an Erklärungskraft. Deshalb geht die Analyse auch auf die Kandidaten ein: Während Amtsinhaber sogar in „unsicheren“ Wahlkreisen häufig wiedergewählt werden, können auch in vermeintlich „sicheren“ Regionen die Direktmandate an andere Parteien verlorengehen, wenn neue Bewerberinnen und Bewerber antreten. Es lassen sich also deutliche Amtsinhaber-Effekte beobachten.


https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/0340-1758-2020-2-349/amtsinhaber-effekte-in-unsicheren-wahlkreisen-eine-analyse-anhand-der-landtagswahlen-in-brandenburg-sachsen-und-thueringen-1990-bis-2019-volume-51-2020-issue-2?page=1

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Marc S. Jacob
PhD Candidate in Political Science